— Vorbereitung

Lernplan für die Verwalterprüfung — §26a WEG in 4 oder 8 Wochen

Ein geordneter Lernplan mit Zeitplan, Themenverteilung und Lernstrategie — wahlweise berufsbegleitend oder als Intensivkurs. Damit gehen Sie die IHK-Sachkundeprüfung planvoll an.

Wie viel Zeit sollte ich einplanen?

Die IHK-Sachkundeprüfung nach §26a WEG erwartet kein vertieftes Spezialwissen, dafür aber eine breite Kenntnis aller vier Prüfungsbereiche. Für die meisten Teilnehmer sind 60–90 Stunden Gesamtlernzeit ein realistischer Ansatz.

  • Berufsbegleitend: 8 Wochen mit 8–12 Stunden/Woche — passend für Berufstätige
  • Intensiv: 4 Wochen mit 15–22 Stunden/Woche — passend für Freigestellte oder kurz vor dem Termin
  • Ohne Berufserfahrung: Besser 90 Stunden ansetzen — die WEG-Grundlagen sind komplett neu zu erarbeiten

50%-Regel beachten: In jedem der 4 Prüfungsbereiche müssen Sie mindestens „ausreichend" erreichen. Ein sehr gutes Resultat in einem Bereich gleicht ein ungenügendes Ergebnis in einem anderen nicht aus.

8-Wochen-Lernplan (berufsbegleitend)

Dieser Plan richtet sich an Vollzeit-Berufstätige, die wöchentlich 8–12 Stunden in die Prüfungsvorbereitung investieren können.

ZeitraumThemenStunden
Woche 1–2WEG-Recht Grundlagen: §§ 1–17 WEG, GdWE, Sondereigentum, Teilungserklärung, MEA15 Std.
Woche 3–4WEG-Recht vertieft: Eigentümerversammlung, Beschlussfassung, §§ 18–29 WEG, Verwalterbestellung20 Std.
Woche 5Kaufmännische Grundlagen: Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung, Hausgeld, Umlageschlüssel, Erhaltungsrücklage10 Std.
Woche 6Technische Grundlagen: Baukunde, GEG, Verkehrssicherungspflichten, Brandschutz, Energieausweis10 Std.
Woche 7Immobilienwirtschaft + Sonderthemen: MaBV, §34c GewO, Berufsrecht, Versicherungen, Mietrecht8 Std.
Woche 8Prüfungssimulationen, Schwachstellenanalyse nach Bereichen, gezielte Wiederholung10 Std.

Gesamtlernzeit: rund 73 Stunden. Wer bereits Praxiswissen aus der WEG-Verwaltung hat, kann die Wochen 1–2 straffen und die gewonnene Zeit in Simulationen stecken.

4-Wochen-Intensivplan

Gedacht für Teilnehmer, die in kompakter Zeit intensiv lernen wollen — etwa kurz vor dem Termin oder während einer Freistellung.

Woche 1

WEG-Grundlagen + Eigentümerversammlung

Täglich 3–4 Stunden: §§ 1–29 WEG, Sondereigentum, GdWE, Beschlussfassung, Mehrheiten, Anfechtung.

Woche 2

WEG vertieft + Kaufmännische Grundlagen

Täglich 3–4 Stunden: Verwalterrecht, Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung, Rechenaufgaben, Umlageschlüssel.

Woche 3

Technische Grundlagen + Immobilienwirtschaft

Täglich 3 Stunden: GEG, Verkehrssicherungspflichten, Brandschutz, MaBV, §34c GewO, Berufsrecht.

Woche 4

Prüfungssimulationen + Lücken schließen

Täglich: mindestens 2 komplette Simulationen (50 Fragen, 90 Min.), Auswertung, schwache Bereiche nacharbeiten.

Lernstrategie: In welcher Reihenfolge?

Welche Themen Sie zuerst angehen, macht den Unterschied — richten Sie sich nach der Gewichtung der Prüfungsbereiche:

  • Bereich 2 (Rechtliche Grundlagen) als Erstes — er stellt rund 50 % der Prüfung. Das WEG-Recht ist im mündlichen Teil Pflichtthema. Ohne ein tragfähiges WEG-Fundament ist ein Bestehen kaum möglich.
  • Bereich 3 (Kaufmännisch) — bauen Sie regelmäßig Rechenübungen ein. Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung tauchen in der schriftlichen Prüfung fast durchgängig auf.
  • Bereich 4 (Technisch) — setzen Sie Prioritäten bei GEG, Verkehrssicherungspflichten und Brandschutz. Tiefes Baufachwissen ist nicht gefragt, die Grundbegriffe müssen aber sitzen.
  • Bereich 1 (Immobilienwirtschaft) — der kleinste Block. MaBV, §34c GewO und Berufsrecht gehören zum Pflichtstoff. Planen Sie ihn zum Schluss ein.

Prüfungssimulationen zum Abschluss

Die abschließende Lernphase sollten Prüfungssimulationen tragen. So üben Sie Ihr Zeitmanagement und decken die letzten Schwächen auf:

  • Mindestens 5 vollständige Simulationen durcharbeiten (50 Fragen, 90 Minuten)
  • Nach Themenbereichen auswerten — nicht allein auf das Gesamtergebnis schauen
  • Gezielt die schwachen Bereiche wiederholen statt der ohnehin sicheren
  • In den letzten Tagen keine neuen Themen mehr — nur Wiederholung und mentale Einstimmung

Tipp: Die ImmoGenio Verwalterprüfung hält über 1.000 Übungsfragen nach Prüfungsbereichen sortiert sowie eine komplette Prüfungssimulation bereit — samt Auswertung nach Bereichen.

Weiterführende Themen

Lernplan steht? Dann vertiefen Sie jetzt die passenden Themen:

Häufige Fragen

Wie viel Lernzeit ist für die Verwalterprüfung sinnvoll?

Als Richtwert gelten 60–90 Stunden. Neben dem Beruf verteilt sich das auf 8 Wochen mit jeweils 8–12 Stunden. Fehlt Ihnen Praxiserfahrung in der WEG-Verwaltung, kalkulieren Sie besser mit den vollen 90 Stunden.

Auf welchen Prüfungsbereich kommt es besonders an?

Den größten Umfang hat Bereich 2 (Rechtliche Grundlagen) mit rund 50 % der Inhalte. Im Zentrum stehen das WEG-Recht (§§ 1–48 WEG), die Grundlagen des BGB sowie das Berufsrecht. Schwächen in diesem Bereich lassen sich durch die übrigen Bereiche nicht kompensieren.

Lässt sich die Prüfung auch ohne Kurs schaffen?

Ja. Zahlreiche Teilnehmer bestehen ohne Präsenzkurs. Entscheidend ist eine geordnete Selbstvorbereitung mit genügend Übungsfragen und wenigstens 5 Prüfungssimulationen. Online-Angebote wie die ImmoGenio Verwalterprüfung stellen über 1.000 Übungsfragen samt Prüfungssimulation bereit.

Bereit für die Verwalterprüfung?

Über 1.000 Übungsfragen, Prüfungssimulation und eine Erklärung zu jeder Frage — kostenlos starten. Alle Fragen kostenlos, kein Kurs, keine Bankdaten nötig.

Jetzt kostenlos üben

ImmoGenio Verwalterprüfung läuft direkt im Browser — auf Smartphone, Tablet und Desktop. Ihr Lernfortschritt wird automatisch gespeichert.