Mainz ist nach Aschaffenburg der zweite Ort in unserem Gebiet, der nicht in Hessen liegt — und damit das dritte Bundesland, in dem wir arbeiten. Für die Eigentümergemeinschaft ändert das nichts: Das Wohnungseigentumsgesetz ist Bundesrecht und gilt am Rhein wie am Main. Alles, was baurechtlich daran hängt, folgt dagegen der Landesbauordnung von Rheinland-Pfalz, mit eigenen Fristen und eigenen Zuständigkeiten.
Die Neustadt ist der eigentliche Bestand
Von der mittelalterlichen Stadt ist nach 1945 weniger übrig geblieben, als der Blick auf Dom und Kirschgarten vermuten lässt. Der Wohnungsbestand, um den es in der Verwaltung tatsächlich geht, liegt größtenteils in der Mainzer Neustadt: ein planmäßig angelegtes Gründerzeitviertel mit Blockrandbebauung, hohen Decken und Fassaden, die im Unterhalt anspruchsvoller sind, als ihre Grundrisse vermuten lassen. Dazu kommen die Wiederaufbauquartiere der Fünfziger- und Sechzigerjahre, bei denen Leitungen und Heizzentralen inzwischen durchweg am Ende ihrer Nutzungsdauer stehen.
Eine Universitätsstadt verwaltet man anders
Mit rund 30.000 Studierenden hat Mainz einen Mietmarkt, der auf den Eigentumsbestand durchschlägt: Viele Wohnungen gehören Kapitalanlegern, die selbst nicht in der Stadt leben, und werden dauerhaft vermietet. Das verschiebt die Arbeit einer Verwaltung spürbar. Die Präsenz in der Eigentümerversammlung ist niedriger, Vollmachten und Ladungsfristen werden wichtiger, und Beschlüsse müssen so dokumentiert sein, dass sie auch ein Eigentümer versteht, der das Haus zuletzt beim Kauf gesehen hat.
Gleichzeitig steigt der Anteil der Vorgänge, die zwischen Eigentümer und Mieter vermittelt werden müssen. Für beide Seiten gibt es bei uns einen eigenen Zugang — der Mieter meldet den Schaden selbst, der Eigentümer sieht den Verlauf, ohne dass jemand dazwischen telefonieren muss.
Der westlichste Punkt
Mainz und Wiesbaden liegen am äußeren Rand dessen, was wir zusagen — rund vierzig Minuten von Offenbach über die A60 und A66. Für Versammlungen, Begehungen und geplante Ortstermine ist das verlässlich machbar. Für ein Objekt, das ständige Präsenz vor Ort verlangt, würden wir davon abraten und es auch sagen.