Dreieich gibt es erst seit 1977, die Orte darin sind erheblich älter. Sprendlingen, Dreieichenhain, Buchschlag, Offenthal und Götzenhain wurden damals zu einer Stadt zusammengefasst — mit fünf Ortskernen, die baulich wenig miteinander zu tun haben. Eine Verwaltung, die nur eine Bauart kennt, stößt hier innerhalb weniger Kilometer an ihre Grenzen.
Wo die Denkmalbehörde mitredet
In Dreieichenhain gruppiert sich die Altstadt mit ihrem Fachwerkbestand um die Ruine der Burg Hayn. Buchschlag wurde um 1900 als Gartenstadt geplant, mit einem Bebauungsraster und Straßenbildern, die als Ensemble geschützt sind. In beiden Lagen ist die Reihenfolge entscheidend: erst die Abstimmung mit der Denkmalbehörde, dann der Beschluss und das Angebot. Andersherum wird aus einer beschlossenen Maßnahme schnell eine vertagte.
Und wo nicht
Sprendlingen als größter Stadtteil und Verwaltungssitz bringt überwiegend jüngere Bebauung mit, Offenthal und Götzenhain eher dörfliche Verhältnisse mit kleinen Gemeinschaften. Hier sind die Fragen die üblichen und trotzdem nicht kleiner: Wann kommt die Heizung an ihr Ende, reicht die Rücklage, und wer trägt die Kosten, wenn ein Eigentümer nicht zahlt.
Eine Viertelstunde über die A661
Dreieich liegt südlich von Offenbach direkt an der Autobahn — für uns eine der kürzesten Anfahrten überhaupt, und der Grund, warum wir Termine dort auch kurzfristig zusagen können. Unser Gebiet reicht von Aschaffenburg bis Mainz; Dreieich gehört zum engeren Kern, den wir an einem Vormittag mehrfach anfahren.