Aschaffenburg ist der einzige Ort in unserem Gebiet, der nicht in Hessen liegt. Für die Gemeinschaft selbst ändert das wenig — das Wohnungseigentumsgesetz gilt bundesweit. Für die Verwaltung drumherum ändert es einiges: Bauordnung, Zuständigkeiten und Verfahrenswege sind bayerisch, und wer das erst merkt, wenn ein Bauantrag liegen bleibt, hat der Gemeinschaft ein halbes Jahr gekostet.
Residenzstadt mit Bruchkante
Das Stadtbild erzählt zwei Geschichten gleichzeitig. Auf der einen Seite die frühere Residenz der Mainzer Kurfürsten: Schloss Johannisburg über dem Main, das Pompejanum als Nachbau einer römischen Villa, dazu der Park Schönbusch. Auf der anderen Seite eine Innenstadt, die im Zweiten Weltkrieg schwer getroffen und danach in Teilen schlicht wiederaufgebaut wurde. Wer hier ein Mehrfamilienhaus verwaltet, hat es meist mit dem zweiten Teil zu tun — mit Bauten der Fünfziger- und Sechzigerjahre, bei denen Instandhaltung kein Sonderthema ist, sondern das Hauptthema.
Eine Hochschulstadt verändert den Mietmarkt
Mit der Hochschule ist über die Jahre ein spürbarer Bestand vermieteter Eigentumswohnungen entstanden, häufig gehalten von Kapitalanlegern aus dem Umland oder aus dem Rhein-Main-Gebiet. Solche Gemeinschaften haben ein wiederkehrendes Muster: viele Eigentümer, die nie vor Ort sind, eine niedrige Präsenzquote in der Versammlung und entsprechend hohe Anforderungen an Vollmachten, Ladungsfristen und die Nachvollziehbarkeit von Beschlüssen. Genau das prüfen wir bei einer Übernahme zuerst.
Über die A3, quer über die Landesgrenze
Von Offenbach aus ist Aschaffenburg über die A3 in rund zwanzig Minuten erreichbar — schneller als manches hessische Ziel, das näher aussieht. Die Landesgrenze ist auf der Fahrt kein Ereignis; im Aktenordner schon.