— Forderungsmanagement

Offene Posten im Cockpit — Mahnstand, Inkasso, Risiko auf einen Blick.

Wer den Überblick über offene Forderungen verliert, verliert Geld. ImmoGenio führt eine vollautomatische Offene-Posten-Liste pro Mieter, Eigentümer und Lieferant — mit Banking-Sync-Anbindung für die automatische Zuordnung von Zahlungseingängen. Das Cockpit zeigt in vier Tabs alle Forderungen, gruppiert nach Mahnstand, mit Markierung für Risiko-Mietverhältnisse mit drei oder mehr offenen Monaten.

Wöchentliche Excel-Pflege 90 Min 5 Min Cockpit-Sichtprüfung
  • Automatische OP-Anlage bei Sollstellung — Miete, Hausgeld, Sonderumlage, NK-Nachzahlung.
  • Banking-Sync-Verknüpfung: eingehende Zahlungen schließen OPs automatisch.
  • Cockpit mit 4 Tabs: Offen, Mahnstand, Inkasso, Risiko — Filterleiste für Objekt und Mieter-Typ.
  • Teilzahlungs-Logik nach § 367 BGB: erst Kosten/Zinsen, dann älteste Hauptforderung.
  • Risiko-Markierung bei ≥3 offenen Monaten — Vorbereitung der außerordentlichen Kündigung nach § 543 BGB.
  • Excel/CSV-Export für Inkasso-Übergabe oder interne Reportings.

So einfach funktioniert es

  1. 01

    OP entsteht automatisch

    Bei jeder Sollstellung (Miete, Hausgeld, Sonderumlage) wird automatisch ein offener Posten angelegt — mit Fälligkeit, Höhe und Verweis auf das auslösende Dokument.

  2. 02

    Zahlungseingang schließt OP

    Banking-Sync ordnet eingehende Zahlungen automatisch den OPs zu. Bei Vollzahlung schließt der OP, bei Teilzahlung reduziert sich die Restforderung.

  3. 03

    Cockpit für Übersicht

    Vier Tabs: Offen, Mahnstand, Inkasso, Risiko. Filterleiste eingrenzen auf Objekt oder Mieter — auf einen Blick alle offenen Forderungen.

Vier Tabs für vier Sichten auf das Forderungs-Portfolio

Die meisten Verwaltungs-Cockpits zeigen offene Posten als simple Liste — sortiert nach Datum oder Mieter. Das ist für die täglich-Pflege ausreichend, aber strategisch zu wenig. ImmoGenio bietet vier Tabs für vier verschiedene Fragestellungen: Der Tab „Offen" zeigt alle aktiven Forderungen mit Alter und Höhe — ideal für die schnelle Pflege. Der Tab „Mahnstand" gruppiert nach den drei Mahnstufen — ideal, um zu sehen, welche Forderungen heute eskaliert werden müssen.

Der Tab „Inkasso" listet übergebene Vorgänge mit dem aktuellen Inkasso-Status — nützlich, um den Überblick über die juristisch verfolgten Forderungen zu behalten. Der Tab „Risiko" schließlich markiert alle Mietverhältnisse mit drei oder mehr offenen Monaten — die Schwelle für eine außerordentliche fristlose Kündigung nach § 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB. Wer hier Mietverhältnisse stehen sieht, sollte juristisch beraten und gegebenenfalls die Räumungsklage vorbereiten.

§ 367 BGB: die Tilgungsreihenfolge, die jeder Verwalter kennen sollte

Eine Teilzahlung des Mieters ist juristisch nicht trivial: Der Verwalter darf nicht frei entscheiden, ob die Zahlung auf die älteste Forderung, die jüngste oder eine Mischung verbucht wird. § 367 BGB regelt eine zwingende Reihenfolge: Erst werden Kosten (Mahngebühren, Inkassokosten) getilgt, dann Zinsen (Verzugszinsen), zuletzt die Hauptforderung. Innerhalb der Hauptforderungen wird auf die älteste Schuld zuerst verbucht.

ImmoGenio implementiert diese Logik im Banking-Sync: Eine eingehende Zahlung von 950 € auf einen Mahnvorgang mit 800 € Hauptforderung, 35 € Zinsen und 15 € Mahngebühren wird automatisch wie folgt verbucht: 15 € auf Mahngebühren, 35 € auf Zinsen, 800 € auf die Hauptforderung. Der Restbetrag von 100 € geht auf die nächste älteste Forderung. Sie als Verwalter müssen sich darum nicht kümmern — die Logik läuft korrekt im Hintergrund.

Inkasso-Übergabe: alle Unterlagen gebündelt

Wenn ein Vorgang nach Mahnstufe 3 in die Inkasso-Übergabe geht, wird das oft zur administrativen Hürde: Mietvertrag, Mahnschreiben mit Zustellnachweis, Aufstellung der offenen Forderung, Verzugszins-Berechnung, eventuelle Schriftwechsel — alles muss zusammengetragen werden. ImmoGenio bietet einen Ein-Klick-Export: Alle relevanten Unterlagen werden als ZIP gebündelt zum Download bereitgestellt — strukturiert nach Dokument-Typ, mit Inhalts-PDF.

Optional kann das Inkassobüro per REST-Schnittstelle oder SFTP direkt angebunden werden — der Vorgang wird mit einem Klick übergeben, der Inkasso-Status wird automatisch aus dem Inkassobüro-System zurückgespielt. Das Cockpit zeigt diesen Status im Inkasso-Tab — von „Eingegangen" über „Aktiv" bis „Erledigt" oder „Erfolglos". Bei „Erfolglos" wird der Vorgang oft als uneinbringliche Forderung abgeschrieben — ImmoGenio bucht die Abschreibung auf Knopfdruck mit dem korrekten SKR03-Konto.

Häufige Fragen

Was ist ein offener Posten in der Hausverwaltung?

Ein offener Posten (OP) ist eine offene Forderung, die noch nicht oder nicht vollständig bezahlt wurde. In der Hausverwaltung sind das typisch: ausstehende Mieten und Hausgelder, ausstehende Nebenkosten-Nachzahlungen, ausstehende Sonderumlagen, sowie Forderungen aus Schadensersatz oder Rückbuchungen. ImmoGenio führt automatisch eine OP-Liste pro Mieter, Eigentümer und Lieferant — mit Forderungs-Höhe, Fälligkeit, Mahnstand und letzter Aktivität.

Wie wird das Cockpit genutzt?

Das Buchhaltungs-Cockpit ist die zentrale Tab-Übersicht für das Forderungsmanagement: (1) Tab „Offen" zeigt alle aktiven Forderungen, sortierbar nach Alter und Höhe. (2) Tab „Mahnstand" gruppiert nach den drei Mahnstufen. (3) Tab „Inkasso" listet übergebene Vorgänge mit Inkasso-Status. (4) Tab „Risiko" markiert Mietverhältnisse mit drei oder mehr offenen Monaten — Vorbereitung der außerordentlichen Kündigung. Eine Filter-Leiste erlaubt Eingrenzung auf Objekt, Mieter-Typ oder Mahnstufe.

Werden Teilzahlungen automatisch zugeordnet?

Ja. Beim Banking-Sync werden eingehende Zahlungen mit den offenen Posten abgeglichen. Bei vollständiger Zahlung schließt der OP automatisch — bei Teilzahlung reduziert sich die Restforderung, der OP bleibt aktiv. Der Algorithmus berücksichtigt die DSGVO-konforme Zuordnungs-Reihenfolge nach § 367 BGB: Zahlungseingänge werden zuerst auf Kosten und Zinsen, dann auf älteste Hauptforderung verbucht — sofern keine Tilgungsbestimmung des Mieters vorliegt.

Wie lange werden Daten zu offenen Posten aufbewahrt?

Aufbewahrungsfristen nach HGB und AO: 10 Jahre für die buchhalterische Dokumentation der Forderung. Nach Bezahlung wird der Posten geschlossen, bleibt aber im Archiv für die DSGVO-Aufbewahrungsfrist (typisch 10 Jahre nach Geschäftsende). Im Cockpit sind geschlossene OPs als „archiviert" filterbar. Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist werden personenbezogene Daten automatisch anonymisiert.

Können offene Posten in einer Excel-Liste exportiert werden?

Ja. Die OP-Liste lässt sich nach Filterkriterien als Excel oder CSV exportieren — z. B. für die Übergabe an das Inkassobüro, für interne Reportings oder für die Steuerberater-Auswertung am Jahresende. Im DATEV-Export werden offene Posten ebenfalls mit übergeben.

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