— Forderungsmanagement

Mahnwesen automatisch — Banking-Sync triggert, § 288 BGB rechnet, Inkasso übernimmt.

Mahnungen werden zu spät verschickt, Verzugszinsen falsch berechnet, Bezahlteingänge übersehen — klassisches Mahnwesen kostet Geld und Nerven. ImmoGenio automatisiert die drei Stufen vollständig: Der Banking-Sync erkennt Rückstände, die Engine eskaliert nach 14 Tagen auf die nächste Stufe, Verzugszinsen nach § 288 BGB werden automatisch berechnet, Bezahlteingänge schließen den Vorgang ohne manuellen Eingriff.

4 Std/Monat manuelles Mahnwesen 8 Min Kontrolle automatischer Eskalation
  • 3 Stufen: Zahlungserinnerung, 1. Mahnung mit Verzugszinsen, Letzte Mahnung mit Kündigungsandrohung nach § 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB.
  • Verzugszinsen nach § 288 BGB: Basiszinssatz + 5 % (Privat) / + 9 % (Gewerbe) — automatisch aus Bundesbank-Daten aktualisiert.
  • Banking-Sync-Trigger: offene Forderungen werden binnen 24 Std erkannt, erste Mahnstufe automatisch ausgelöst.
  • Bezahlt-Erkennung: Vollzahlung schließt Mahnvorgang automatisch — kein vergessenes Inkasso bei nachgezahlten Mieten.
  • Eskalations-Frist 14 Tage zwischen Stufen — anpassbar pro Mietverhältnis (z. B. längere Frist bei Stammmietern).
  • Inkasso-Übergabe per Knopfdruck — CSV-Export oder REST-Schnittstelle zum hinterlegten Inkassopartner.

So einfach funktioniert es

  1. 01

    Rückstand erkennen, Stufe 1 versenden

    Banking-Sync erkennt fehlenden Zahlungseingang nach Fälligkeit (3. Werktag). Stufe 1 (Zahlungserinnerung) wird automatisch versendet — per E-Mail, Mieterportal oder Pingen-Brief.

  2. 02

    Eskalation nach 14 Tagen

    Bleibt die Zahlung aus, eskaliert das System auf Stufe 2 (1. Mahnung mit Verzugszinsen) und später Stufe 3 (Letzte Mahnung mit Kündigungsandrohung).

  3. 03

    Abschluss durch Zahlung oder Inkasso

    Bei Vollzahlung schließt der Banking-Sync den Vorgang automatisch. Bei ausbleibender Reaktion auf Stufe 3 erfolgt die Inkasso-Übergabe — alle Unterlagen gebündelt.

Drei Stufen, drei Eskalationsstufen — und ein Schonfristen-Korridor

Das deutsche Mahnwesen kennt keine zwingenden Vorgaben für Anzahl oder Inhalt der Mahnungen — § 286 BGB regelt nur, wann Verzug eintritt. Trotzdem hat sich in der Praxis ein dreistufiger Aufbau etabliert: Stufe 1 als freundliche Zahlungserinnerung ohne Verzugszinsen, Stufe 2 als förmliche 1. Mahnung mit Aufstellung der Verzugszinsen, Stufe 3 als Letzte Mahnung mit Androhung der Kündigung nach § 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB und der Inkasso-Übergabe.

Zwischen den Stufen liegen typischerweise 14 Tage — ein Korridor, der einerseits dem Mieter Reaktionszeit gibt, andererseits das Mahnverfahren nicht endlos dehnt. ImmoGenio macht diese Frist konfigurierbar: bei Stammmietern mit guter Zahlungshistorie können Sie 21 Tage zwischen den Stufen einstellen, bei Risiko-Mietverhältnissen 7 Tage. Die Eskalation läuft automatisch — niemand muss am Tag X die nächste Mahnung „anstoßen".

Verzugszinsen: § 288 BGB im Selbstlauf

Die Verzugszins-Berechnung nach § 288 BGB ist zwar mathematisch trivial, aber regulatorisch heikel: Der Basiszinssatz wird halbjährlich von der Bundesbank festgelegt (zum 1. Januar und 1. Juli) — wer mit veralteten Werten rechnet, verschenkt Geld oder fordert zu viel. ImmoGenio aktualisiert den Basiszinssatz automatisch und berechnet die Zinsen taggenau ab Fälligkeitsdatum (3. Werktag des Monats nach § 556b Abs. 1 BGB).

Bei Privatmietern gilt der Verbraucher-Satz: Basiszinssatz + 5 Prozentpunkte (§ 288 Abs. 1 BGB). Bei gewerblichen Mietverhältnissen kommen Basiszinssatz + 9 Prozentpunkte plus 40 € Verzugspauschale nach § 288 Abs. 5 BGB zum Tragen. ImmoGenio prüft den Vertragsstatus „Privat oder Gewerbe" und wählt den korrekten Satz automatisch.

Banking-Sync schließt den Kreis

Klassisches Mahnwesen leidet unter einem Strukturproblem: Der Verwalter merkt nicht, wenn ein gemahnter Mieter inzwischen gezahlt hat — und versendet die zweite Mahnung trotzdem. Mit dem Banking-Sync ist dieser Fehler ausgeschlossen: Jeder Zahlungseingang wird automatisch dem Mietverhältnis zugeordnet, der Mahnvorgang wird mit der Forderung abgeglichen, und bei Vollzahlung schließt der Workflow den Vorgang automatisch ab.

Bei Teilzahlungen wird der Restbetrag automatisch fortgeschrieben — die laufende Mahnstufe bleibt aktiv, der Mieter erhält in der nächsten Mahnung die korrekte Restforderung mit fortgesetzter Zinsberechnung. So läuft das Mahnwesen kontrolliert weiter, ohne dass der Verwalter manuell nachhalten muss. Im Streitfall mit dem Mieter zeigt der Audit-Trail jede Mahnung mit Zustelldatum, jeden Zahlungseingang mit Bankvaluta und jede Verzugszins-Berechnung mit zugrundeliegendem Basiszinssatz.

Häufige Fragen

Welche Verzugszinsen darf ich nach § 288 BGB ansetzen?

Bei Mietrückständen von Verbrauchern (Privatmieter) gilt der gesetzliche Verzugszins von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz nach § 288 Abs. 1 BGB. Bei gewerblichen Mietern sind es 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz nach § 288 Abs. 2 BGB. Der Basiszinssatz wird halbjährlich von der Bundesbank festgelegt — ImmoGenio aktualisiert ihn automatisch. Zusätzlich darf eine Pauschale von 40 € nach § 288 Abs. 5 BGB bei Geschäftsmietern berechnet werden.

Wann gerät der Mieter überhaupt in Verzug?

Bei Mietverhältnissen ist die Miete nach § 556b Abs. 1 BGB bis zum dritten Werktag des Monats fällig. Wird sie nicht gezahlt, gerät der Mieter ohne weitere Mahnung in Verzug — § 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB (Leistung ist nach dem Kalender bestimmt). Eine Mahnung ist also rechtlich nicht zwingend erforderlich, dient aber der Dokumentation und ermöglicht die Geltendmachung von Verzugszinsen ab dem Mahn-Datum.

Was unterscheidet die drei Mahnstufen voneinander?

Stufe 1 (Zahlungserinnerung) ist freundlich gehalten — kein Verzugszins, nur Erinnerung an die offene Forderung. Stufe 2 (1. Mahnung) ist deutlicher — mit Aufstellung der Verzugszinsen ab Fälligkeit, Hinweis auf weitergehende Schritte. Stufe 3 (Letzte Mahnung) enthält die Androhung der außerordentlichen fristlosen Kündigung nach § 543 Abs. 2 Nr. 3 BGB bei zwei Monaten Mietrückstand sowie der Inkasso-Übergabe. Zwischen den Stufen liegen typischerweise 14 Tage. ImmoGenio-Templates für alle drei Stufen sind anpassbar.

Wie funktioniert die automatische Bezahlt-Erkennung?

Über die Banking-Sync-Funktion erkennt ImmoGenio Zahlungseingänge automatisch und gleicht sie mit den offenen Mahnvorgängen ab. Sobald die Vollzahlung erkannt ist (Hauptforderung + Verzugszinsen + Mahngebühren), wird der Mahnvorgang automatisch geschlossen — Status „bezahlt", Audit-Trail-Eintrag mit Zahlungsdatum. Bei Teilzahlungen bleibt der Mahnvorgang aktiv mit reduziertem Restbetrag.

Kann ich Mahnvorgänge an ein Inkassobüro übergeben?

Ja. Nach Abschluss von Mahnstufe 3 ohne Reaktion kann der Vorgang per Knopfdruck an ein hinterlegtes Inkassobüro übergeben werden — typischerweise per CSV-Export oder per Schnittstelle (REST/SFTP, je nach Inkassopartner). Alle relevanten Unterlagen (Mietvertrag, Mahnschreiben mit Zustellnachweis, offene Forderung mit Aufstellung) werden gebündelt zum Download bereitgestellt. Die Inkasso-Übergabe wird im Mahnvorgang als Statuswechsel dokumentiert.

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