Warum Bonitätsprüfung bei der Mieterauswahl Pflicht ist
Ein Mietausfall ab dem dritten Monat kostet bei einer 800-€-Miete bereits 2.400 € — zuzüglich Gerichts- und Anwaltskosten für ein Räumungsverfahren, das im Schnitt 12 bis 18 Monate dauert. Die Bonitätsprüfung ist kein bürokratischer Formalismus, sondern das einzige Instrument, das vor Vertragsabschluss objektive Hinweise auf das Zahlungsverhalten liefert. SCHUFA-Score und Bonify-Selfcheck ergänzen dabei die Selbstauskunft und die Gehaltsnachweise, ohne diese zu ersetzen.
SCHUFA vs. Bonify: wann welcher Kanal
Der SCHUFA-B2B-Kanal eignet sich, wenn Sie als Verwalter die Prüfung aktiv anstoßen und das Ergebnis sofort benötigen. ImmoGenio fragt den BonitätsCheck B2B über die SCHUFA-Schnittstelle ab und speichert Score und Risikoklasse direkt im Interessenten-Profil. Der Bonify-Selfcheck ist die kostengünstigere Alternative: Der Interessent ruft seine eigene Auskunft kostenlos über Bonify ab und teilt das PDF oder den Link mit Ihnen. ImmoGenio verwaltet den Link-Versand, den Status-Lifecycle und das automatische Löschen in beiden Fällen identisch.
DSGVO-Compliance: Einwilligung, Retention und Löschpflicht
Bonitätsdaten sind personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO. ImmoGenio erzwingt die Einwilligungserfassung technisch — ohne dokumentierte Zustimmung ist kein Abruf möglich. Die Einwilligung wird mit Zeitstempel, Nutzer-ID und Interessenten-ID im Audit-Log gesichert. Nach Ablauf der konfigurierten Frist (Standard 90 Tage) löscht ein automatischer Cron-Job alle Bonitätsdaten. Das Audit-Log-Eintrag des Löschvorgangs verbleibt als datenschutzrechtlicher Nachweis. Verwalter, die mehrere Bestände mit unterschiedlichen Löschfristen verwalten, können die Frist je Mandant konfigurieren.