— GenioFlow · Modernisierung

Modernisierung nach § 559 BGB — vom Ankündigungs-Schreiben bis zur 8-%-Mieterhöhung.

Eine Modernisierung kostet sechsstellig — eine fehlerhafte Ankündigung kostet die komplette Mieterhöhung. § 555c BGB verlangt eine 3-Monats-Frist mit Pflichtinhalten, § 559 Abs. 3 BGB cappt die Erhöhung auf 8 % der umlagefähigen Kosten, § 559a BGB zwingt zum Abzug von Fördermitteln. ImmoGenio bildet den Prozess als 10-State-Sub-Workflow ab: Pflichtfelder erzwungen, Einspruchs- und Härtefall-Pfade strukturiert, Mieterhöhungs-Berechnung automatisch — formgerecht und gerichtsfest.

6–8 Stunden Pro Mieterhöhungs-Schreiben mit Berechnung 15 Minuten Verwalter-Review pro Letter-Draft
  • 10-Stufen-Workflow: planung → ankuendigung_an_mieter → einspruchsfrist_aktiv → durchfuehrung_ohne_einspruch | einspruch_eingegangen → einspruch_geprueft → durchfuehrung_modifiziert | verzicht → modernisierung_abgeschlossen → mietererhoehung_versendet → abgeschlossen.
  • § 555c BGB technisch erzwungen: 3-Monats-Frist und Pflichtinhalte als Workflow-Guards — keine Ankündigung ohne Vollständigkeit.
  • Härtefall-Prüfung strukturiert: persönliche, wirtschaftliche und bauliche Gründe als Eingabefelder, Verhältnismäßigkeits-Abwägung dokumentiert.
  • § 559 Abs. 3 Mieterhöhungs-Cap: 8-%-Berechnung und Kappungsgrenze automatisch, blockt rechtlich angreifbare Erhöhungen.
  • KfW-Förder-Integration: energetische Kennzahlen strukturiert erfasst, Antragsentwurf generiert, Förderabzug von umlagefähigen Kosten.
  • Letter-Drafts auf Knopfdruck: Ankündigung nach § 555c, Mieterhöhung nach § 559b — formgerecht, Verwalter prüft und gibt frei.

So einfach funktioniert es

  1. 01

    Planung mit Pflichtinhalten

    Maßnahme, Kosten, Bauzeit, voraussichtliche Mieterhöhung. Engine blockt Übergang, wenn ein Feld fehlt — keine Ankündigung mit Lücken.

  2. 02

    Einspruchs- und Härtefallpfad

    Mieter-Einsprüche strukturiert erfassen, Verhältnismäßigkeits-Abwägung dokumentiert. Modifikation, Verzicht oder Durchführung — alle Pfade nachvollziehbar.

  3. 03

    Mieterhöhung automatisch berechnet

    8-%-Cap, Kappungsgrenze, KfW-Förderabzug — der Workflow rechnet, der Verwalter prüft. Letter-Draft an alle Mieter mit korrekter Sollmiete-Anpassung.

Der vollständige Zustandsraum

Zehn produktive Zustände — der Workflow modelliert beide Einspruchs-Pfade explizit, weil sie unterschiedliche Folgeschritte haben. Drei zentrale Guards sind technisch erzwungen: Pflichtinhalte nach § 555c BGB vollständig für ankuendigen, Einspruchsfrist abgelaufen für durchfuehrung_ohne_einspruch, Mieterhöhung im 8-%-Cap für mietererhoehung_versenden:

ankuendigen
[§555c vollst.]

zugang_bestaetigt

frist_abgelaufen

einspruch_aufnehmen

pruefen

modifizieren

verzichten

abschliessen

abschliessen

abschliessen

mietererhoehung_versenden
[8% Cap]

abschliessen

planung

ankuendigung_an_mieter

einspruchsfrist_aktiv

durchfuehrung_ohne_einspruch

einspruch_eingegangen

einspruch_geprueft

durchfuehrung_modifiziert

verzicht

modernisierung_abgeschlossen

abgeschlossen

mietererhoehung_versendet

Der Pfad verzichtabgeschlossen überspringt die Mieterhöhungs-Stufe — wenn der Vermieter nach Härtefallprüfung auf die Maßnahme verzichtet, gibt es keinen Aufschlag. Dieser Pfad wird im Audit-Trail mit Verzichtsbegründung dokumentiert.

Beispiel: Lindenstraße 12 — energetische Sanierung mit Wärmepumpe und Dämmung

WEG-Beschluss vom Januar 2026: Komplette energetische Sanierung des 8-Parteien-Hauses Lindenstraße 12. Maßnahmen: Wärmepumpe (45.000 €), Fassadendämmung (38.000 €), neue Fenster (12.000 €). Gesamtkosten 95.000 €, davon 22.000 € KfW-Förderung, 73.000 € umlagefähig. Bauzeit März bis Mai 2026, Mieterhöhung ca. 0,40 €/m² nach Abschluss.

Der Ablauf mit Härtefall-Einspruch einer Mieterpartei:

Letter-EngineFamilie K. (Rentner)Mieter (alle)ImmoGenioVerwalterLetter-EngineFamilie K. (Rentner)Mieter (alle)ImmoGenioVerwalterMaßnahme, 95.000 € Kosten, 22.000 € KfW, Bauzeit Mrz-MaiPersönlich: Pflege Vater (Pflegegrad 3), Wirtschaftlich: Rente 1.420 €Bauphase Juni-August 2026Pro m² × 95 m² = 64 €/Monat — innerhalb KappungsgrenzePlanung mit Pflichtfeldern erfassen1Vollstaendigkeits-Check OK → ankuendigen2Ankuendigungs-Drafts § 555c BGB3Versand an 8 Mietparteien4Zustand „einspruchsfrist_aktiv" (Frist 30.04.)5Einspruch im Portal: Härtefall (Rente, Pflege Angehöriger)6Inbox: „Härtefall-Einspruch Familie K."7Pruefen: Härtefall strukturiert erfassen8Modifizieren: Bauzeit-Verschiebung Sommer 2026, Auszug auf Vermieter-Kosten9Zustand „durchfuehrung_modifiziert"10Modifikations-Schreiben an Familie K.11Abschluss-Meldung mit End-Kostenabrechnung12Cap-Berechnung: (95.000-22.000) ÷ 8 × 8 % = 730 €/Jahr/Wohnung13Mieterhoehungs-Schreiben § 559b an alle 814Versand mit Wirkung ab 01.12.202615

Wichtig ist Schritt 13: Das System rechnet automatisch — Gesamtkosten minus Förderung, Wohnungs-Anteil nach m², 8-%-Cap, dann Kappungsgrenzen-Check. Eine manuelle Berechnung verfehlt in der Praxis gern die Förderabzugs-Pflicht aus § 559a BGB — das macht die spätere Mieterhöhung angreifbar.

Technisch erzwungene Compliance

Drei Punkte sind compliance-kritisch und werden vom Workflow erzwungen:

Pflichtinhalte nach § 555c BGB: Art und Umfang der Maßnahme, Bauzeit, voraussichtliche Mieterhöhung. Fehlt einer dieser Punkte, ist die Ankündigung formunwirksam und die Mieterhöhung nicht durchsetzbar. Der Workflow blockt den Übergang von planung nach ankuendigung_an_mieter, solange ein Pflichtfeld leer ist — keine Drafts ohne Vollständigkeit.

3-Monats-Frist: Zwischen Ankündigung und Baubeginn müssen mindestens 3 Monate liegen. Der Workflow misst die Frist vom dokumentierten Zugang (per Einschreiben oder DSGVO-konformer Mail-Quittung) und blockt einen vorzeitigen Baubeginn. Eine Maßnahmen-Verschiebung ist möglich — der Workflow dokumentiert das.

8-%-Cap nach § 559 Abs. 3: Die jährliche Mieterhöhung darf 8 % der wohnungsbezogenen Modernisierungskosten nicht überschreiten, abzüglich Fördermittel. Der Workflow rechnet automatisch und blockt den Versand von Mieterhöhungs-Schreiben mit Beträgen darüber. Das schützt vor Anfechtungen, die in der Praxis bei manuellen Berechnungen häufig auftreten — § 559a-Förderabzug wird leicht übersehen, § 559 Abs. 4 Kappungsgrenze ebenfalls. Die Engine prüft beides als Pflicht-Vorbedingung.

Häufige Fragen

Warum ist die 3-Monats-Frist nach § 555c BGB so kritisch?

Weil eine zu kurze Ankündigung die spätere Mieterhöhung nach § 559 BGB unwirksam macht. § 555c BGB verlangt eine Ankündigung mindestens 3 Monate vor Baubeginn mit präzisem Inhalt: Art und Umfang der Maßnahme, Beginn und voraussichtliche Dauer, voraussichtliche Mieterhöhung. Fehlt einer dieser Punkte oder wird die Frist verkürzt, kann der Mieter die Duldung verweigern UND die Mieterhöhung erfolgreich angreifen. Der Workflow erzwingt die vollständige Erfassung im Zustand „planung" und blockt den Übergang nach „ankuendigung_an_mieter", wenn ein Pflichtfeld fehlt.

Wie funktioniert die Härtefall-Prüfung bei Mieter-Einspruch?

Im Zustand „einspruch_eingegangen" trägt das System die Härtefall-Gründe strukturiert ein: persönliche Gründe (Alter, Krankheit, Pflege), wirtschaftliche Gründe (Mieterhöhung übersteigt zumutbares Niveau), bauliche Gründe (Eingriff in besondere Mieter-Investitionen). Der Verwalter wertet die Gründe gegen die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme ab — Härtefall überwiegt das Modernisierungs-Interesse? Dann geht der Workflow nach „durchfuehrung_modifiziert" (z. B. Bauzeit in den Sommer verschoben, Auszug während Bauphase auf Kosten des Vermieters) oder „verzicht".

Wann darf ich nach § 559 BGB die Miete erhöhen — und wie hoch?

Nach Abschluss der Modernisierung mit der Erhöhungserklärung nach § 559b BGB. Die jährliche Erhöhung beträgt max. 8 % der auf die Wohnung entfallenden Modernisierungskosten (§ 559 Abs. 3). Bei einer Sanierung mit 95.000 € Gesamtkosten und 8 Wohnungen entfallen rein rechnerisch 11.875 € auf jede Wohnung — die maximale Jahreserhöhung beträgt 950 €, also rund 79 € pro Monat. Plus die Kappungsgrenze von 3 € pro qm in 6 Jahren (bei Mieten unter 7 €/qm: 2 €/qm). Der Workflow rechnet das automatisch aus und verhindert Erhöhungen, die rechtlich angreifbar wären.

Was passiert, wenn kein Mieter Einspruch einlegt?

Nach Ablauf der Einspruchsfrist (regelmäßig der Folgemonat-Letzte nach Zugang der Ankündigung) wechselt der Workflow automatisch nach „durchfuehrung_ohne_einspruch". Die Baumaßnahme wird durchgeführt, der Verwalter hakt im System Fortschritte ab. Nach Abschluss läuft der Übergang nach „modernisierung_abgeschlossen" — und im nächsten Schritt erzeugt das System automatisch die Mieterhöhungs-Schreiben mit korrekter Berechnung nach § 559 Abs. 3 und versendet sie als Letter-Drafts zur finalen Freigabe durch den Verwalter.

Kann ich die Mieterhöhung in monatliche Raten umlegen?

Ja — § 559 BGB rechnet die Erhöhung jahresweise, sie wird aber monatlich umgelegt. Bei 950 € Jahreserhöhung sind das 79,17 € pro Monat. Der Workflow legt das automatisch fest und passt im Mietvertrag-Modul die monatliche Sollmiete an — beginnend mit dem 3. Monat nach Zugang der Mieterhöhungserklärung (§ 559b Abs. 2). Im Audit-Trail steht die vollständige Berechnung: Kostengrundlage, Wohnungsanteil, 8 %-Berechnung, Kappungsgrenze-Check.

Wie dokumentiere ich die Modernisierung gegenüber der KfW?

Bei energetischen Modernisierungen (Wärmepumpe, Dämmung, neue Fenster) sammelt der Workflow strukturiert die KfW-relevanten Daten: Energiekennzahlen vor und nach Maßnahme, Heiztechnik-Wechsel, U-Werte der gedämmten Bauteile. Beim Übergang nach „modernisierung_abgeschlossen" erzeugt das System einen KfW-Antragsentwurf mit allen erforderlichen Nachweisen — der Verwalter prüft und reicht ein. Förderbeträge mindern die nach § 559 BGB umlagefähigen Kosten — diese Berechnung läuft automatisch und ist im Audit-Trail nachvollziehbar.

Bereit, Ihre Verwaltung zu digitalisieren?

45 Tage volle Professional-Suite testen — Tarif-Wahl erst nach dem Test, ohne Bankdaten.