— GenioFlow · Instandsetzung

Instandsetzung in 8 Stufen — Eigentümer-Freigabe per Magic-Link, SKR03-Buchung automatisch.

Eine Reparatur in einer fremden Immobilie ist juristisch heikel — ohne Eigentümer-Freigabe haftet der Verwalter persönlich für die Kosten, mit fehlender Dokumentation steht er bei der Jahresabrechnung schlecht da. ImmoGenio führt den Instandsetzungs-Prozess als 8-State-Sub-Workflow mit der Eigentümer-Freigabe als technisch erzwungenem Schritt. Der Magic-Link senkt die Freigabe-Hürde auf einen Klick. Die SKR03-Buchung läuft automatisch.

Tage bis Wochen, weil Eigentümer-Freigabe per E-Mail oft hängen bleibt 24 Stunden vom Schaden bis zur Auftragsvergabe in 80 % der Fälle
  • 8-State-Sub-Workflow: anfrage_erfasst → kostenvoranschlag_angefordert → kostenvoranschlag_versendet → eigentuemer_freigabe_pending → freigegeben | abgelehnt → handwerker_beauftragt → arbeit_abgeschlossen → rechnung_eingegangen → abgeschlossen.
  • Eigentümer-Freigabe per Magic-Link ohne Login-Hürde: 7 Tage gültig, signiert, ein Klick zur Entscheidung, Audit-Trail mit Zeitstempel und IP.
  • Bagatell-Grenze konfigurierbar pro Objekt: unterhalb wird die Eigentümer-Freigabe übersprungen, oberhalb ist sie zwingend.
  • Reminder-Automatik bei ausbleibender Freigabe: automatische Erinnerung nach 3 Tagen, Eskalations-Hinweis nach 7 Tagen.
  • SKR03-Buchung automatisch vorgeschlagen aus Anfrage-Kategorie: Heizung, Sanitär, Elektro, Dach — Verwalter gibt nur frei.
  • Sub-Tasks für Mehr-Gewerke-Vorhaben: pro Handwerker eigener Status, Master wechselt erst nach Abschluss aller Unter-Tasks.

So einfach funktioniert es

  1. 01

    Anfrage und Kostenvoranschlag

    Schadensmeldung wird als Anfrage erfasst, Handwerker liefert Kostenvoranschlag. Workflow prüft Bagatell-Grenze automatisch.

  2. 02

    Eigentümer-Freigabe per Magic-Link

    E-Mail an Eigentümer mit signiertem Link — ein Klick reicht zur Freigabe. Erinnerung nach 3 Tagen, Eskalations-Hinweis nach 7 Tagen.

  3. 03

    Beauftragung und Rechnungsbuchung

    Handwerker beauftragt, Arbeit abgeschlossen, Rechnung per OCR erfasst — SKR03-Konto vorgeschlagen aus Kategorie, Buchung scharf nach Freigabe.

Der vollständige Zustandsraum

Der Instandsetzungs-Sub-Workflow modelliert acht Zustände entlang der typischen Reparatur-Wertschöpfungskette. Master-Bindung ist die Objekt-Anfragen-Tabelle — nicht die Vermietung, weil eine Reparatur auch ohne aktiven Mietvertrag stattfinden kann (Leerstand, Wechsel zwischen Mietern). Migration M239 verankert das Schema, M248 erweitert um den Magic-Link-Mechanismus für die Eigentümer-Freigabe. Zentrale Guards: Kostenvoranschlag liegt vor für eigentuemer_freigabe_anfordern, Freigabe dokumentiert ODER Bagatell-Grenze für handwerker_beauftragen, Rechnung liegt vor und ist OCR-validiert für abschliessen:

kostenvoranschlag_anfordern

kostenvoranschlag_eingegangen

freigabe_anfordern
[> Bagatell-Grenze]

auto_freigeben
[≤ Bagatell-Grenze]

freigabe_erteilt
[Magic-Link-Klick]

freigabe_abgelehnt

handwerker_beauftragen

arbeit_abschliessen

rechnung_erfassen

abschliessen
[OCR validiert]

abbrechen

workflow_beenden

anfrage_erfasst

kostenvoranschlag_angefordert

kostenvoranschlag_versendet

eigentuemer_freigabe_pending

freigegeben

abgelehnt

handwerker_beauftragt

arbeit_abgeschlossen

rechnung_eingegangen

abgeschlossen

abgebrochen

Die zwei Pfade aus kostenvoranschlag_versendet heraus sind interessant: Bei Kosten oberhalb der Bagatell-Grenze ist die Eigentümer-Freigabe Pflicht. Darunter erlaubt der Workflow den Direkt-Übergang in freigegeben mit einem Vermerk „Bagatell-Grenze, keine Freigabe nötig” — dieser Vermerk steht im Audit-Trail und ist später nachweisbar, falls der Eigentümer fragt.

Beispiel: Heizungsdefekt Lindenstraße 12, Wohnung 2A

Im Februar meldet Mieterin Frau M. einen Heizungsausfall. Außentemperatur −3 °C, also dringlich. Hausmeister geht raus, prüft, stellt den Defekt fest: Pumpe defekt, Austausch nötig.

SKR03-BuchhaltungOCR-ServiceEigentümer Frau S.HandwerkerImmoGenioHausmeisterMieterinSKR03-BuchhaltungOCR-ServiceEigentümer Frau S.HandwerkerImmoGenioHausmeisterMieterinBagatell-Grenze 500 € — Freigabe nötigHeizung kalt seit gestern1Anfrage erfassen (Foto, Beschreibung, Dringlichkeit hoch)2Workflow gestartet, "anfrage_erfasst"3"kostenvoranschlag_anfordern" an Heizungs-Fritz4Kostenvoranschlag 1.850 € (Pumpe + Arbeit)5Zustand "kostenvoranschlag_versendet"6E-Mail mit Magic-Link "Heizung Lindenstr. 12, 1.850 €"7Klick auf Magic-Link8Freigabe-Seite mit Foto, KV-PDF9"Freigabe erteilen" (16:42 Uhr)10Audit-Trail: Freigabe Eigentümer Frau S., IP 84.x.x.x11Zustand "freigegeben"12"handwerker_beauftragen"13Arbeit am nächsten Tag14"arbeit_abgeschlossen"15Rechnung 1.847,50 € (3 Cent Differenz)16PDF parsen17Betrag, USt, Datum extrahiert18SKR03 Konto 4805 (Instandh. Heizung) vorschlagen19Freigeben und "abschliessen"20Buchung scharf21Workflow "abgeschlossen"22

Vom Schadensreport bis zur Auftragsvergabe — knapp 18 Stunden. Frau M. hat am übernächsten Morgen wieder eine warme Wohnung. Die Eigentümerin Frau S. hat eine vollständig dokumentierte Freigabe-Entscheidung im Audit-Trail.

Technisch erzwungene Compliance

Der Verwalter ist treuhänderisch für den Eigentümer tätig. Größere Reparaturen ohne Einverständnis des Eigentümers sind eine Pflichtverletzung — der Eigentümer kann verlangen, dass der Verwalter die Kosten selbst trägt. In der klassischen Verwaltung passiert das oft genug: Der Hausmeister beauftragt aus Zeitdruck, der Verwalter winkt die Rechnung später durch, der Eigentümer wundert sich bei der Jahresabrechnung. Streit ist programmiert.

ImmoGenio macht den Ablauf rechtssicher: Bei jeder Reparatur oberhalb der Bagatell-Grenze ist die Freigabe technisch erzwungen. Der Verwalter sieht im Workflow den aktuellen Stand, der Eigentümer entscheidet selbst, der Audit-Trail dokumentiert alles. Selbst bei Gefahr im Verzug (Wasserschaden, Heizungsausfall im Winter) gibt es einen dokumentierten Eskalations-Pfad mit Begründung — keine „graue Zone”.

Die Eigentümer-Freigabe ist nur dann ein Beschleuniger, wenn sie für den Eigentümer keine Hürde darstellt. Ein Login mit Passwort, eine App-Installation, eine 2-Faktor-Authentifizierung — jeder dieser Schritte führt dazu, dass der Eigentümer die Freigabe auf später vertagt. Erfahrungswerte aus der Praxis: 60 % der per Portal angeforderten Freigaben hängen 5+ Tage in der Warteschlange.

Der Magic-Link verkürzt das auf 60 Sekunden. Der Eigentümer bekommt eine E-Mail, klickt einmal, sieht Foto und Kostenvoranschlag, klickt ein zweites Mal zur Entscheidung. Der Link ist signiert (HMAC mit Server-Secret), zeitlich befristet auf 7 Tage und kann nicht nach erfolgter Entscheidung erneut verwendet werden — keine Doppel-Freigaben.

SKR03-Buchung im Sub-Workflow

Beim Übergang in abgeschlossen wird die Eingangsrechnung als Buchung scharf geschaltet. Der Workflow kennt die Anfrage-Kategorie und schlägt das passende Konto vor:

  • Heizung → 4805 (Instandh. Heizung)
  • Sanitär → 4810 (Instandh. Sanitär)
  • Elektro → 4815 (Instandh. Elektro)
  • Dach/Fassade → 4825 (Instandh. Gebäudehülle)

Bei WEG-Verwaltung wird zusätzlich die Verbindung zur Instandhaltungsrücklage hergestellt — falls die Reparatur aus der Rücklage finanziert wird, ist der Bezug zum Beschluss (etwa ETV-Beschluss zur Verwendung der Rücklage) im Audit-Trail dokumentiert. Damit ist die Verwendung der Rücklage transparent und beim Wirtschaftsplan-Genehmigungs-Workflow direkt nachvollziehbar.

Häufige Fragen

Was unterscheidet den Instandsetzungs-Workflow von einer normalen Aufgaben-Liste?

Eine Aufgaben-Liste hält fest, wer was wann zu tun hat — der Workflow modelliert dagegen den vollständigen Prozess inklusive der Eigentümer-Freigabe als Pflicht-Schritt. Ohne Freigabe des Eigentümers (für Kosten oberhalb der vertraglichen Bagatell-Grenze) darf kein Handwerker beauftragt werden. Die Engine erzwingt diesen Schritt — der Übergang in „handwerker_beauftragt" ist guard-geschützt durch das Vorliegen einer dokumentierten Freigabe. Damit ist der Verwalter rechtlich abgesichert: Ohne Freigabe keine Auftragserteilung.

Wie funktioniert der Magic-Link für die Eigentümer-Freigabe?

Der Eigentümer erhält eine E-Mail mit einem signierten, zeitlich befristeten Magic-Link (typisch 7 Tage gültig). Er klickt den Link und landet direkt auf einer Freigabe-Seite — kein Login, kein Passwort, kein App-Download. Auf der Seite sieht er Foto des Schadens, Kostenvoranschlag-PDF und zwei Buttons: Freigeben oder Ablehnen. Mit dem Klick wird die Entscheidung mit Zeitstempel und IP-Adresse im Audit-Trail festgehalten. Optional kann der Eigentümer eine Begründung ergänzen oder Rückfragen stellen. Der gesamte Vorgang dauert für den Eigentümer 60 Sekunden — und ist juristisch wie eine Schriftform-konforme Zustimmung dokumentiert.

Was passiert, wenn der Eigentümer nicht reagiert?

Der Magic-Link ist 7 Tage gültig. Reagiert der Eigentümer nicht, läuft der Workflow im Zustand „eigentuemer_freigabe_pending" weiter — und die Engine sendet nach 3 Tagen eine automatische Erinnerungs-E-Mail. Reagiert der Eigentümer auch dann nicht, wechselt der Workflow nach Ablauf in „eigentuemer_freigabe_pending" mit Status „Frist überschritten". Der Verwalter sieht das im Cockpit und kann eskalieren: Telefonanruf, postalisches Anschreiben oder bei Gefahr im Verzug (Wasserschaden, Heizungsausfall im Winter) die Sonderzuständigkeit nach § 27 WEG bzw. § 535 BGB nutzen — dokumentiert mit Begründung.

Wie wird die SKR03-Buchung automatisch ausgelöst?

Beim Übergang in „rechnung_eingegangen" erfasst das System die Eingangsrechnung über die OCR-gestützte Belegerfassung. Der Workflow extrahiert Rechnungsbetrag, Mehrwertsteuer, Leistungsdatum und Handwerker-Daten. Aus der Anfrage-Kategorie (Heizung, Sanitär, Elektro, Dach) wird das passende SKR03-Konto automatisch vorgeschlagen — z. B. „Instandhaltung Heizung" auf 4805. Der Verwalter prüft den Vorschlag und gibt frei. Beim Übergang in „abgeschlossen" wird die Buchung verbindlich. Bei WEG-Verwaltung wird gleichzeitig der Bezug zur Instandhaltungsrücklage hergestellt — sodass die Verwendung der Rücklage transparent dokumentiert ist.

Wann ist die Eigentümer-Freigabe nicht nötig?

Im Mietvertrag (für Verwaltung im Auftrag des Vermieters) oder in der Teilungserklärung (für WEG-Verwaltung) ist in der Regel eine Bagatell-Grenze definiert — typisch 100, 500 oder 1.000 €. Liegen die Kosten unterhalb, kann der Verwalter den Handwerker direkt beauftragen, ohne Eigentümer-Freigabe. Der Workflow prüft die Grenze automatisch beim Übergang aus „kostenvoranschlag_versendet": Unterhalb der Grenze überspringt er „eigentuemer_freigabe_pending" und wechselt direkt nach „freigegeben" mit dem Vermerk „Bagatell-Grenze, keine Freigabe nötig". Die Grenze ist pro Objekt oder pro Mietvertrag/Eigentümer konfigurierbar.

Was passiert bei Sub-Vergaben (mehrere Handwerker)?

Bei komplexen Reparaturen sind oft mehrere Gewerke involviert — etwa bei einem Wasserschaden Sanitär, Trocknung und Maler. Der Workflow erlaubt im Zustand „handwerker_beauftragt" das Anlegen von Unter-Tasks pro Gewerk. Jedes Gewerk hat seinen eigenen Status (in_arbeit, abgeschlossen) und seine eigene Rechnung. Der Master-Workflow wechselt erst in „arbeit_abgeschlossen", wenn alle Unter-Tasks fertig sind. Die SKR03-Buchungen erfolgen pro Rechnung getrennt — der Workflow hält die Verbindung zur Ursprungs-Anfrage und damit zur Eigentümer-Freigabe aufrecht.

Bereit, Ihre Verwaltung zu digitalisieren?

45 Tage volle Professional-Suite testen — Tarif-Wahl erst nach dem Test, ohne Bankdaten.