— GenioFlow · Anfragen-Ticket

Anfragen-Workflow in 8 Stufen — vom WhatsApp-Foto bis zur bestätigten Behebung.

Mieter melden Schäden per WhatsApp, Eigentümer fragen per E-Mail, Beiräte stellen Anliegen ins Portal. Ohne Struktur landet alles im selben Postfach — und dort verschwinden Anfragen. ImmoGenio führt jede Anfrage als 8-State-Workflow: Eingang aus drei Kanälen, automatische Kategorisierung, Inline-Chat mit interner Sichtbarkeitsregel, Bridge zu Hausmeister-Aufgaben und Schaden-Workflows. Kein Mieter wird vergessen, kein Handwerker bleibt im Limbo.

4–5 Tage durchschnittliche Reaktionszeit auf Mieter-Anfragenunter 1 Werktag mit Auto-Zuweisung und Push-Eskalation
  • 8-State-Standalone-Workflow: eingegangen → kategorisiert → zugewiesen → in_arbeit → wartet_auf_extern → behoben → bestaetigt → abgeschlossen.
  • Multi-Channel-Eingang: Mieter-Portal (Foto + Standort), E-Mail (Reply-To-Threading), WhatsApp Business API — gleiche Pipeline für alle Kanäle.
  • Auto-Kategorisierung mit Schlagwort-Extraktion: Schaden, Wartung, Beschwerde, Frage. Manuelle Korrektur ist dokumentiert.
  • Bridge-Funktion: Anfrage triggert Sub-Workflows in `instandsetzung`, `schaden` oder Hausmeister-Aufgaben — `bridge_workflow_id` verlinkt beide Welten.
  • Inline-Chat mit Sichtbarkeits-Toggle: interne Notizen unsichtbar für den Mieter, externe Magic-Links für Handwerker ohne Login.
  • Implizite Bestätigung nach 7 Tagen: Anfrage gilt als gelöst, wenn der Mieter nicht widerspricht — Workflow geht automatisch in `abgeschlossen`.

So einfach funktioniert es

  1. 01

    Eingang aus drei Kanälen

    Portal, E-Mail oder WhatsApp — gleiche Pipeline. Auto-Kategorisierung markiert Schaden, Wartung, Beschwerde, Frage.

  2. 02

    Zuweisung und Bearbeitung

    Verwalter oder Hausmeister übernimmt, Inline-Chat hält den Mieter auf dem Laufenden. Externe Handwerker erhalten Magic-Link ohne Login.

  3. 03

    Behebung und Bestätigung

    Nach Erledigung wechselt der Workflow in `behoben`, der Mieter bestätigt — explizit oder implizit nach 7 Tagen.

Der vollständige Zustandsraum

Acht Zustände, drei davon mit Side-Effects: kategorisiert triggert ggf. einen Sub-Workflow (z. B. schaden), wartet_auf_extern startet das Eskalations-Tracking, bestaetigt schließt parallele Sub-Workflows ab. Der Workflow ist Standalone — kein Parent-Workflow erforderlich:

stateDiagram-v2
    direction LR
    [*] --> eingegangen
    eingegangen --> kategorisiert : kategorisieren
    kategorisiert --> zugewiesen : zuweisen
    zugewiesen --> in_arbeit : bearbeitung_starten
    in_arbeit --> wartet_auf_extern : extern_einbinden
    wartet_auf_extern --> in_arbeit : extern_antwortet
    in_arbeit --> behoben : behebung_melden
    behoben --> bestaetigt : mieter_bestaetigt
    behoben --> in_arbeit : mieter_reklamiert
    bestaetigt --> abgeschlossen : abschliessen
    behoben --> abgeschlossen : auto_nach_7_tagen
    abgeschlossen --> [*]

Der Rücksprung von behoben nach in_arbeit bei Mieter-Reklamation ist ein wichtiger Sicherheits-Querpfad: Hausmeister können „erledigt“ markieren, aber der Mieter hat das letzte Wort. Die implizite Bestätigung nach 7 Tagen verhindert verwaiste Tickets, ohne den Mieter zu übergehen.

Beispiel: Wasserfleck Decke Bad, Wohnung 3B

Mieterin Frau M. öffnet abends das Mieter-Portal und meldet: „Wasserfleck Decke Bad, seit gestern da, wird größer.“ Sie fotografiert die Stelle und reicht die Anfrage ein. Was dann passiert:

sequenceDiagram
    autonumber
    participant M as Mieterin Frau M.
    participant P as Mieter-Portal
    participant W as Workflow-Engine
    participant V as Verwaltung
    participant H as Hausmeister
    participant N as Nachbar oben
    participant S as Schaden-Sub-Workflow
    participant I as Versicherer

    M->>P: Anfrage + Foto "Wasserfleck Decke"
    P->>W: Workflow starten, Zustand "eingegangen"
    W->>W: Auto-Kategorisierung → "Schaden"
    W-->>V: Push-Notification "Schadenmeldung 3B"
    V->>W: Hausmeister H. zuweisen
    H->>P: Anfrage öffnen, Termin "heute 16 Uhr"
    H->>W: Zustand "in_arbeit"
    H->>N: Klingelt bei Nachbar (Wohnung 4B)
    H->>N: Rohrbruch unter Spüle identifiziert
    H->>W: Schaden-Sub-Workflow starten (bridge)
    W->>S: Sub-Workflow `schaden` läuft, Bridge zur Anfrage
    S->>I: Schadensmeldung an Versicherer
    W-->>M: Push "Ursache gefunden, Reparatur läuft"
    H->>W: Anfrage auf "wartet_auf_extern"
    Note over W: 4 Tage später: Klempner erledigt
    H->>W: "behoben" markieren
    W-->>M: Push "Erledigt — bitte bestätigen"
    M->>P: "Problem gelöst" bestätigen
    W->>W: Zustand "bestaetigt" → "abgeschlossen"

Frau M. wurde zu vier Zeitpunkten informiert (Eingang, Ursache, Wartezustand, Erledigung). Der Schaden-Sub-Workflow lief parallel mit Versicherer-Anbindung. Die Anfrage selbst war nach 5 Tagen geschlossen — der Versicherungsfall läuft in seinem eigenen Sub-Workflow weiter.

Bridge zu Sub-Workflows

Anfragen sind oft die Eingangsseite zu komplexeren Prozessen. Die Bridge funktioniert über das Datenmodell-Feld bridge_workflow_id:

  • Schadenmeldung mit Versicherer: Anfrage triggert Sub-Workflow schaden (mit Versicherer-Kommunikation, Gutachter-Termin, Auszahlung). Anfrage bleibt sichtbar als „Wartet auf Versicherer“, der Bridge-Sub-Workflow läuft eigenständig.
  • Hausmeister-Aufgabe mit Zeit-Tracking: Anfrage triggert Sub-Workflow aufgabe_status (siehe Hausmeister-Aufgaben-Workflow). Hausmeister bekommt die Arbeit als Aufgabe ins Tablet, Zeit-Tracking läuft automatisch in den Stundenzettel.
  • Instandsetzung mit Eigentümer-Freigabe: Größere Maßnahmen mit Kostenvoranschlag triggern Sub-Workflow instandsetzung mit § 27 WEG-Freigabe-Prozess.

Die Bridge ist im Audit-Trail dokumentiert: Bei jeder Anfrage sehen Sie alle daran gekoppelten Sub-Workflows, bei jedem Sub-Workflow sehen Sie die ursprüngliche Anfrage. So bleibt die Eskalationskette auch bei langlaufenden Schadensfällen nachvollziehbar.

Technisch erzwungene Compliance

Der wichtigste Compliance-Aspekt ist die DSGVO-konforme Mieter-Kommunikation. Jede Push-Benachrichtigung, jede E-Mail, jede WhatsApp-Nachricht ist im Ticket dokumentiert — mit Inhalt, Empfänger, Kanal und Zeitstempel. Der Mieter kann Auskunft über alle ihn betreffenden Kommunikationen verlangen, ImmoGenio exportiert die Ticket-Historie als PDF. Interne Notizen, die mit dem Sichtbarkeits-Toggle „intern“ markiert sind, bleiben außen vor — § 26 BDSG-konform.

Die implizite Bestätigung nach 7 Tagen ist mietrechtlich abgesichert: Der Mieter erhält bei Eingang der Behebungsmeldung eine Push-Nachricht mit klarer Hinweis-Frist. Reagiert er nicht, dokumentiert der Audit-Trail den Versand und die Frist. Bei späterer Reklamation hat die Verwaltung einen rechtssicheren Nachweis, dass die Behebung gemeldet und nicht widersprochen wurde.

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich der Anfragen-Workflow vom Hausmeister-Aufgaben-Workflow?

Eine Anfrage ist die Eingangsseite — Mieter, Eigentümer oder Externe melden ein Anliegen. Eine Aufgabe ist die Ausführungsseite — der Hausmeister erledigt eine konkrete Arbeit. Die Anfrage steht oft am Anfang: Mieter meldet „Wasserfleck", ImmoGenio kategorisiert, ein Hausmeister-Aufgaben-Workflow wird daraus abgeleitet. Beide Workflows sind eigenständig, aber über `bridge_workflow_id` verlinkt. Der Audit-Trail zeigt die komplette Eskalationskette.

Wie funktioniert die automatische Kategorisierung?

Beim Eingang einer Anfrage extrahiert ImmoGenio Schlüsselwörter aus Betreff und Text sowie aus angehängten Fotos. „Wasserfleck", „tropft", „Riss" → Kategorie Schaden. „Wartung", „Termin", „Prüfung" → Kategorie Wartung. „Lärm", „Geruch", „Verhalten" → Kategorie Beschwerde. Bei Mehrdeutigkeit bleibt der Workflow in `eingegangen` und wartet auf manuelle Kategorisierung. Falsche Vorschläge lassen sich mit einem Klick korrigieren — die Korrektur fließt nicht ins Training, ist aber im Audit-Trail dokumentiert.

Was passiert mit einer Anfrage, wenn ein Externer involviert ist?

Übergibt der Hausmeister oder Verwalter die Anfrage an einen Externen (Handwerker, Versicherer, Gutachter), wechselt der Workflow in `wartet_auf_extern`. Der zugewiesene Verantwortliche bleibt sichtbar, die Wartezeit wird getrackt — überschreitet sie einen konfigurierbaren Schwellwert (z. B. 5 Werktage), erscheint die Anfrage im Eskalations-Cockpit. Externe können per Magic-Link-Zugang ohne Login Antworten und Belege im Ticket hinterlegen.

Wie sieht der Inline-Chat im Ticket aus?

Jedes Ticket hat einen Verlauf aus Nachrichten und Statusänderungen — sichtbar für alle Beteiligten gemäß Rolle. Mieter sehen ihre Anfrage und alle Antworten der Verwaltung. Verwalter und Hausmeister sehen zusätzlich interne Notizen, die für den Mieter unsichtbar bleiben (Sichtbarkeits-Toggle pro Nachricht). Bilder, PDFs und Sprachnotizen lassen sich anhängen. Die Engine setzt eine Anfrage automatisch von `wartet_auf_extern` zurück nach `in_arbeit`, sobald der Externe eine Nachricht hinterlässt.

Welche Eingangskanäle werden unterstützt?

Drei Hauptkanäle: Mieter-Portal (mit Foto-Upload und Standort), E-Mail (automatisches Threading per Reply-To-Token) und WhatsApp Business API. Aus jedem Kanal landet die Anfrage in derselben Ticket-Pipeline mit identischem Workflow. Der Eingangskanal wird im Ticket sichtbar gemacht — der Verwalter sieht sofort, ob die Antwort per Push, E-Mail oder WhatsApp zurückgeht.

Was ist der Unterschied zwischen `behoben` und `bestaetigt`?

`behoben` heißt: Die Verwaltung oder der Hausmeister hat die Arbeit erledigt und meldet das im Ticket. `bestaetigt` heißt: Der Mieter oder Eigentümer hat die Behebung explizit bestätigt — typischerweise per Klick im Portal („Problem gelöst") oder durch Reaktion auf die Push-Nachricht. Bleibt eine Bestätigung über 7 Tage aus, gilt die Anfrage als implizit bestätigt und wechselt automatisch in `abgeschlossen`. Reklamiert der Mieter („nicht erledigt"), springt der Workflow zurück nach `in_arbeit`.

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