Der vollständige Zustandsraum
Acht Zustände, drei davon mit Side-Effects: kategorisiert triggert ggf. einen Sub-Workflow (z. B. schaden), wartet_auf_extern startet das Eskalations-Tracking, bestaetigt schließt parallele Sub-Workflows ab. Der Workflow ist Standalone — kein Parent-Workflow erforderlich:
Der Rücksprung von behoben nach in_arbeit bei Mieter-Reklamation ist ein wichtiger Sicherheits-Querpfad: Hausmeister können „erledigt” markieren, aber der Mieter hat das letzte Wort. Die implizite Bestätigung nach 7 Tagen verhindert verwaiste Tickets, ohne den Mieter zu übergehen.
Beispiel: Wasserfleck Decke Bad, Wohnung 3B
Mieterin Frau M. öffnet abends das Mieter-Portal und meldet: „Wasserfleck Decke Bad, seit gestern da, wird größer.” Sie fotografiert die Stelle und reicht die Anfrage ein. Was dann passiert:
Frau M. wurde zu vier Zeitpunkten informiert (Eingang, Ursache, Wartezustand, Erledigung). Der Schaden-Sub-Workflow lief parallel mit Versicherer-Anbindung. Die Anfrage selbst war nach 5 Tagen geschlossen — der Versicherungsfall läuft in seinem eigenen Sub-Workflow weiter.
Bridge zu Sub-Workflows
Anfragen sind oft die Eingangsseite zu komplexeren Prozessen. Die Bridge funktioniert über das Datenmodell-Feld bridge_workflow_id:
- Schadenmeldung mit Versicherer: Anfrage triggert Sub-Workflow
schaden(mit Versicherer-Kommunikation, Gutachter-Termin, Auszahlung). Anfrage bleibt sichtbar als „Wartet auf Versicherer”, der Bridge-Sub-Workflow läuft eigenständig. - Hausmeister-Aufgabe mit Zeit-Tracking: Anfrage triggert Sub-Workflow
aufgabe_status(siehe Hausmeister-Aufgaben-Workflow). Hausmeister bekommt die Arbeit als Aufgabe ins Tablet, Zeit-Tracking läuft automatisch in den Stundenzettel. - Instandsetzung mit Eigentümer-Freigabe: Größere Maßnahmen mit Kostenvoranschlag triggern Sub-Workflow
instandsetzungmit § 27 WEG-Freigabe-Prozess.
Die Bridge ist im Audit-Trail dokumentiert: Bei jeder Anfrage sehen Sie alle daran gekoppelten Sub-Workflows, bei jedem Sub-Workflow sehen Sie die ursprüngliche Anfrage. So bleibt die Eskalationskette auch bei langlaufenden Schadensfällen nachvollziehbar.
Technisch erzwungene Compliance
Der wichtigste Compliance-Aspekt ist die DSGVO-konforme Mieter-Kommunikation. Jede Push-Benachrichtigung, jede E-Mail, jede WhatsApp-Nachricht ist im Ticket dokumentiert — mit Inhalt, Empfänger, Kanal und Zeitstempel. Der Mieter kann Auskunft über alle ihn betreffenden Kommunikationen verlangen, ImmoGenio exportiert die Ticket-Historie als PDF. Interne Notizen, die mit dem Sichtbarkeits-Toggle „intern” markiert sind, bleiben außen vor — § 26 BDSG-konform.
Die implizite Bestätigung nach 7 Tagen ist mietrechtlich abgesichert: Der Mieter erhält bei Eingang der Behebungsmeldung eine Push-Nachricht mit klarer Hinweis-Frist. Reagiert er nicht, dokumentiert der Audit-Trail den Versand und die Frist. Bei späterer Reklamation hat die Verwaltung einen rechtssicheren Nachweis, dass die Behebung gemeldet und nicht widersprochen wurde.