— GenioFlow · Mieterwechsel

Mieterwechsel mit Übergangsphase — drei Sub-Workflows zeitlich verzahnt orchestriert.

Ein Mieterwechsel ist nicht ein Vorgang, sondern fünf parallel laufende Prozesse: alte Kündigung verarbeiten, Inserat schalten, Interessenten qualifizieren, neuen Vertrag signieren, zwei Wohnungsübergaben durchführen, Kaution zurückzahlen. Wer diese Prozesse in isolierten Tools oder per Excel-Liste koordiniert, produziert Leerstand und Schäden. ImmoGenio bildet den Mieterwechsel als Sub-Workflow mit Übergangsphase ab — die Engine triggert die einzelnen Sub-Workflows zum richtigen Zeitpunkt, prüft Vorbedingungen technisch und schließt Lücken aus.

3–4 Wochen Excel-Tracking pro Wechsel Wochengenaue Sicht im Workflow-Dashboard
  • 6-Stufen-Workflow: alter_mieter_kuendigung_aktiv → neuer_mieter_in_qes → uebergangsphase_aktiv → wohnungsuebergabe_alt → wohnungsuebergabe_neu → abgeschlossen.
  • Drei parallele Sub-Workflows orchestriert: Inserat, Wohnungsübergabe alt, Wohnungsübergabe neu — keine Lücken, keine Überlappungen.
  • Kautions-Rückzahlung als automatischer Trigger: läuft als § 551-BGB-Sub-Workflow ab der alten Wohnungsübergabe.
  • QES-Frist-Monitor: 7-Tage-Timer auf neuen Mietvertrag, Rückfall in „kuendigung_aktiv" bei Abbruch — keine verlorene Vorarbeit.
  • Verzug-Pfad bei Auszugsverzögerung: automatische Letter-Drafts an neuen Mieter mit § 280-BGB-Vorbehalt, optionaler Räumungs-Sub-Workflow.
  • Zwei Wohnungsübergaben sequenziell oder parallel: System erlaubt beide Modelle, Mängel werden vor Neueinzug automatisch geprüft.

So einfach funktioniert es

  1. 01

    Kündigung und Inserat parallel

    Kündigungseingang triggert sofort den Inserate-Sub-Workflow — Lead-Qualifizierung läuft, während noch die alte Kündigungsfrist abläuft.

  2. 02

    Neuer Vertrag in QES

    Kandidaten-Auswahl, Mietvertrag in QES-Modul. 7-Tage-Frist-Monitor schützt vor verlorener Vorarbeit bei Abspringen.

  3. 03

    Übergangsphase mit beiden Übergaben

    Wohnungsübergabe alt → Kautions-Rückzahlung getriggert. Wohnungsübergabe neu → neuer Vertrag aktiv. Mängel automatisch verkettet.

Der vollständige Zustandsraum

Sechs Zustände — der Workflow modelliert die Übergangsphase explizit, weil dort die parallele Orchestrierung der Sub-Workflows passiert. Zwei zentrale Guards sind technisch erzwungen: alte Kündigung mit Auszugsdatum + neuer Vertrag in QES für uebergangsphase_aktivieren, alte Wohnungsübergabe abgeschlossen für wohnungsuebergabe_neu (verhindert Doppelbelegung):

kandidat_ausgewaehlt

qes_abgebrochen

qes_signiert
[beide OK]

termin_alt

uebergabe_alt_abgeschlossen

uebergabe_neu_abgeschlossen

alter_mieter_kuendigung_aktiv

neuer_mieter_in_qes

uebergangsphase_aktiv

wohnungsuebergabe_alt

wohnungsuebergabe_neu

abgeschlossen

Der Rückfall-Pfad neuer_mieter_in_qesalter_mieter_kuendigung_aktiv (bei qes_abgebrochen) ist entscheidend: Wenn der neue Mieter doch nicht unterschreibt, läuft der Inserate-Sub-Workflow ohne Reset weiter — bereits qualifizierte Interessenten bleiben in der Pipeline, der Verwalter setzt einfach auf den zweitbesten Kandidaten.

Beispiel: Frau S. zieht aus, Herr M. zieht ein — Lindenstraße 12, App. 4B

Frau S. kündigt am 28. Januar 2026 zum 30. April (3 Monate Frist). Auszug ist für den 30. April geplant. Die Verwaltung schaltet sofort das Inserat, am 15. März wird Herr M. als neuer Mieter ausgewählt. Mietvertrag wird in QES versendet, Herr M. unterschreibt am 16. März. Einzug zum 1. Mai.

Der Ablauf von Januar bis Mai:

Kautions-Sub-WorkflowÜbergabe-Workflow neuÜbergabe-Workflow altHerr M. (neuer Mieter)Inserate-Sub-WorkflowVerwalterImmoGenioFrau S. (alter Mieter)Kautions-Sub-WorkflowÜbergabe-Workflow neuÜbergabe-Workflow altHerr M. (neuer Mieter)Inserate-Sub-WorkflowVerwalterImmoGenioFrau S. (alter Mieter)Übergangsphase 16.03. bis 01.05.Mietvertrag Frau S. inaktiv, Mietvertrag Herr M. aktiv ab 01.05.Kündigung zum 30.04. einreichen1Zustand „alter_mieter_kuendigung_aktiv"2Inserate-Workflow starten (28.01.)314 Anfragen, 4 Besichtigungen4Herr M. ausgewählt (15.03.)5QES-Link für Mietvertrag6Signatur (16.03.)7Zustand „neuer_mieter_in_qes" → „uebergangsphase_aktiv"8Wohnungsübergabe alt für 30.04. terminieren9Wohnungsübergabe neu für 01.05. terminieren10Übergabe alt durchgeführt, 290 € Schadenspositionen11Kautions-Sub-Workflow starten (Saldo 1.500 € - 290 € = 1.210 €)12Zustand „wohnungsuebergabe_neu"13Übergabe neu durchgeführt am 01.05.14Zustand „abgeschlossen"15

Wichtig ist Schritt 13: Die alte Wohnungsübergabe triggert automatisch den Kautions-Sub-Workflow mit den dokumentierten Schadenspositionen — keine manuelle Übertragung in eine Kautions-Abrechnung. Der Kautions-Workflow läuft unabhängig vom Mieterwechsel weiter (Frist nach § 551 BGB: 3–6 Monate) und schließt für sich ab.

Technisch erzwungene Compliance

Drei Punkte sind im Mieterwechsel besonders fehleranfällig — der Workflow erzwingt sie:

Keine Doppelbelegung: Der Übergang von wohnungsuebergabe_alt nach wohnungsuebergabe_neu ist nur möglich, wenn die alte Übergabe abgeschlossen ist (Terminal-State im Sub-Workflow Wohnungsübergabe). Eine parallele Übergabe am gleichen Tag ist konfigurierbar, aber technisch separiert — die Wohnung gilt nie „aktiv für zwei Mietverträge”.

Kautions-Trennung: § 551 BGB verlangt eine getrennte Treuhand-Verwaltung der alten und neuen Kaution. Eine Verrechnung zwischen alter Kautions-Rückzahlung und neuer Kautions-Einzahlung ist rechtlich angreifbar — der Workflow startet beide als getrennte Sub-Workflows mit getrennten Treuhandkonto-Buchungen.

Verzug-Dokumentation: Hält der alte Mieter den Auszugstermin nicht ein, alarmiert der Workflow den Verwalter und versendet automatisch einen Letter-Draft an den neuen Mieter — mit § 280-BGB-Vorbehalt für Schadensersatz (Hotelkosten, Möbeleinlagerung). Diese Dokumentation ist im Streitfall entscheidend: Der neue Mieter kann nicht erst Monate später Schadensersatz fordern, wenn er nie informiert wurde. Der Workflow dokumentiert lückenlos, dass die Information zeitnah erfolgt ist.

Häufige Fragen

Was unterscheidet diesen Workflow von zwei einzelnen Mietverträgen?

Der entscheidende Punkt ist die zeitliche Verzahnung. Bei zwei isolierten Mietverträgen geht regelmäßig schief, was im Mieterwechsel besonders teuer wird: Der alte Mieter zieht aus, niemand hat das Inserat geschaltet, die Wohnung steht 3 Wochen leer. Oder umgekehrt: Der neue Mieter steht mit Möbelwagen vor der Tür, der alte hat noch nicht ausgeräumt. Der Mieterwechsel-Workflow modelliert die Übergangsphase als eigenen Zustand und triggert die Sub-Workflows (Inserat, Wohnungsübergabe alt, Wohnungsübergabe neu, Kautions-Rückzahlung) zeitlich abgestimmt — keine Lücken, keine Überlappungen.

Wann startet die Übergangsphase?

Sobald der neue Mietvertrag im QES-Modul (qualifizierte elektronische Signatur) zur Unterschrift bereitliegt und der Kündigungseingang des alten Mieters mit konkretem Auszugstermin erfasst ist. Das System prüft beide Bedingungen automatisch und wechselt nach „uebergangsphase_aktiv". Ab diesem Moment werden Sub-Workflows getriggert: Wohnungsübergabe alt zum Auszugsdatum, Wohnungsübergabe neu zum Einzugsdatum, Kautions-Rückzahlung als Folge der alten Übergabe.

Was passiert, wenn der neue Mieter doch nicht unterschreibt?

Im Zustand „neuer_mieter_in_qes" gibt es ein Frist-Timer auf die Signatur. Wenn der Mieter nicht innerhalb von 7 Tagen unterschreibt, alarmiert das System den Verwalter — gleichzeitig läuft das Inserate-Modul weiter und meldet alternative Interessenten. Bricht der neue Mietvertrag final ab, fällt der Workflow zurück nach „alter_mieter_kuendigung_aktiv" und der Inserate-Workflow wird mit neuer Priorität reaktiviert. Die geleistete Vorbereitung (Wohnungsbesichtigung, Bonität) bleibt nutzbar für den nächsten Kandidaten.

Wie werden die beiden Wohnungsübergaben koordiniert?

Beide Übergaben sind eigenständige Sub-Workflows (jeweils 7 Zustände, siehe Wohnungsübergabe-Workflow), die parallel laufen aber zeitlich gestaffelt sind: Wohnungsübergabe alt zum Auszugsdatum (z. B. 30.04.), Wohnungsübergabe neu zum Einzugsdatum (z. B. 01.05.). Zwischen beiden Übergaben liegt typischerweise ein Tag für Schönheitsreparaturen oder Reinigung — der Mieterwechsel-Workflow erlaubt auch parallele Termine, falls keine Renovierung nötig ist. Mängel aus der alten Übergabe werden automatisch in Aufgaben überführt und müssen vor der neuen Übergabe behoben sein.

Wie wird die Kautionsrückzahlung mit der neuen Kautionseinzahlung verrechnet?

Gar nicht — beide Vorgänge sind rechtlich getrennt. Die Kaution des alten Mieters wird nach § 551 BGB innerhalb der Abrechnungsfrist (regelmäßig 3–6 Monate) zurückgezahlt, eventuell unter Abzug von Schadenspositionen aus der Wohnungsübergabe. Der neue Mieter zahlt seine Kaution gemäß Mietvertrag in das Treuhandkonto ein. Der Workflow stellt sicher, dass beide Vorgänge separat dokumentiert werden — eine Verrechnung wäre rechtlich angreifbar.

Was wenn der alte Mieter den Auszugstermin nicht einhält?

Im Zustand „uebergangsphase_aktiv" alarmiert das System 7 Tage vor dem geplanten Auszugsdatum, falls noch keine Wohnungsübergabe terminiert ist. Hält der alte Mieter den Termin nicht ein und zieht nicht aus, wechselt der Workflow nach Eingabe des Verwalters in „verzug_alter_mieter" — daraus läuft entweder eine Räumungsklage-Sub-Workflow oder eine Verlängerungs-Verhandlung. Der neue Mieter erhält automatisch einen Letter-Draft mit Verzögerungsbenachrichtigung und Schadensersatz-Vorbehalt nach § 280 BGB.

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