— Compliance · Archivierung

Zentrales Archiv: 17 Tab-Quellen, 11 Retention-Policies, automatischer Lösch-Workflow.

Dokumente sammeln sich in der Hausverwaltung über Jahrzehnte — Mietverträge, Beschlüsse, Belege, Protokolle, Versicherungen. Aufbewahrungsfristen sind komplex: 10 Jahre nach HGB für Belege, dauerhaft nach § 18 WEG für Beschlüsse, 3 Jahre nach § 199 BGB für allgemeine Forderungen, je nach Dokument-Typ unterschiedlich. ImmoGenio bündelt alle Dokumente in einem Archiv mit 11 vordefinierten Retention-Policies und einem automatischen Aufbewahrungs-Workflow — Sie löschen nicht zu früh und nicht zu spät.

8 Std/Jahr Aufbewahrungs-Audit Cron-Workflow läuft monatlich automatisch
  • 17-Tab-Unified-View: Mietverträge, Kündigungen, Beschlüsse, Belege, Protokolle, Versicherungen — eine Suche.
  • 11 vordefinierte Retention-Policies: HGB § 257, AO § 147, BGB § 199/§ 195/§ 197, WEG § 18, BetrSichV, DSGVO.
  • Automatische Klassifikation: Dokumenten-Typ wird beim Upload erkannt, Retention-Policy automatisch zugewiesen.
  • Aufbewahrungs-Workflow mit Cron-Scan: monatliche Lösch-Vorschläge, Admin-Bestätigung, kaskadiertes Löschen.
  • Legal Hold bei Rechtsstreit oder Außenprüfung — schützt einzelne Dokumente vor Auto-Löschung.
  • DSGVO-Anonymisierung: personenbezogene Daten werden nach Frist-Ablauf pseudonymisiert oder gelöscht.

So einfach funktioniert es

  1. 01

    Klassifikation beim Upload

    Dokumenten-Typ wird automatisch erkannt (IDP-Pipeline), Retention-Policy zugewiesen — 10 Jahre HGB, dauerhaft § 18 WEG, 3 Jahre BGB.

  2. 02

    Volltext-Suche im Archiv

    17-Tab-Unified-View über alle Quell-Tabellen, filterbar nach Objekt, Mieter, Datum, Aufbewahrungsfrist.

  3. 03

    Aufbewahrungs-Workflow

    Monatlicher Cron-Scan, Admin bestätigt oder lehnt Lösch-Vorschläge ab. Legal Hold bei Bedarf, Audit-Trail bei jeder Aktion.

Compliance-Anforderungen, die alle Hausverwaltungen treffen

Hausverwaltung ist ein dokumenten-intensiver Beruf — und einer mit besonders vielfältigen Aufbewahrungspflichten. Anders als bei einem normalen Gewerbebetrieb, der primär unter HGB und AO zu archivieren hat, kommen bei Verwaltungen WEG-spezifische Pflichten (§ 18 WEG für Beschluss-Sammlung), BGB-spezifische Pflichten (§ 199 für Verjährungsfristen) und sicherheitsrechtliche Pflichten (BetrSichV für technische Anlagen, insbesondere Aufzüge) hinzu. Wer als Verwalter eine Außenprüfung des Finanzamts oder eine WEG-Beirats-Prüfung übersteht, muss alle relevanten Dokumente vollständig vorlegen können.

ImmoGenio implementiert die 11 wichtigsten Retention-Policies als vordefinierte Konfigurationen — beim Upload eines Dokuments wird automatisch geprüft, welche Policy zutrifft. Eine Heizöl-Rechnung läuft unter HGB § 257 (10 Jahre), ein ETV-Beschluss unter WEG § 18 (dauerhaft), eine Wartungsdokumentation eines Aufzugs unter BetrSichV (Lebensdauer der Anlage). Dieses automatische Routing nimmt dem Verwalter die Klassifikations-Last ab — und vermeidet, dass kritische Dokumente zu früh gelöscht werden.

Der monatliche Aufbewahrungs-Workflow

Klassisch wird einmal pro Jahr „aufgeräumt" — der Admin schaut, was gelöscht werden kann, und entfernt manuell die abgelaufenen Dokumente. Das ist fehleranfällig: Aufbewahrungsfristen werden falsch gerechnet (Beginn ist meist das Jahresende, nicht das Erstellungsdatum), Sonderfälle wie laufende Streitigkeiten werden übersehen, der Admin hat in der Pflege keine Übersicht. ImmoGenio implementiert deshalb einen monatlichen Cron-Workflow.

Jeden Monatsersten scannt das System alle Dokumente, deren Aufbewahrungsfrist innerhalb der nächsten 90 Tage abläuft. Pro Dokumenten-Gruppe (z. B. „Belege Wirtschaftsjahr 2014") wird ein Lösch-Vorschlag angelegt. Der Admin sieht im Cockpit alle Vorschläge nach Retention-Policy gruppiert — er kann pro Gruppe oder pro Einzeldokument bestätigen oder ablehnen. Bei Bestätigung erfolgt das kaskadierte Löschen: Die Datenbank-Einträge werden anonymisiert oder entfernt, die Datei im MinIO-Storage wird gelöscht, der Lösch-Vorgang wird im Audit-Trail mit Datum, Akteur und Begründung dokumentiert.

Legal Hold: wenn Dokumente länger gebraucht werden

Bei einem laufenden Rechtsstreit oder einer steuerlichen Außenprüfung können Dokumente über die normale Aufbewahrungsfrist hinaus benötigt werden. Klassisch wird der Verwalter dann manuell den Lösch-Workflow „pausieren" — was fehleranfällig ist, weil Dokumente in unterschiedlichen Quell-Tabellen liegen und vergessen werden können. ImmoGenio bietet einen Legal Hold als zentrales Konzept: Pro Dokumenten-Gruppe oder einzelnem Dokument kann der Admin einen Hold setzen mit Verweis auf das Aktenzeichen oder die Verfügung. Diese Dokumente sind dann automatisch von der Lösch-Workflow ausgenommen — auch wenn die normale Frist abläuft.

Nach Erledigung des Streits wird der Hold aufgehoben — das Dokument läuft beim nächsten Cron-Scan in den normalen Lösch-Workflow. Der gesamte Hold-Lifecycle (gesetzt am, von wem, mit welcher Begründung; aufgehoben am, mit welcher Begründung) wird im Audit-Trail dokumentiert. Im Streitfall mit dem Finanzamt oder einem Gericht haben Sie damit den vollständigen Nachweis über die Dokumenten-Pflege.

Häufige Fragen

Welche Aufbewahrungsfristen gelten für Hausverwaltungen?

ImmoGenio kennt 11 vordefinierte Retention-Policies: <strong>HGB § 257</strong> (10 Jahre für Buchungsbelege, Abschlüsse, Geschäftspapiere), <strong>AO § 147</strong> (10 Jahre für steuerlich relevante Dokumente — kongruent mit HGB), <strong>BGB § 199</strong> (3-jährige Verjährungsfrist für allgemeine Forderungen), <strong>BGB § 195/§ 197</strong> (regelmäßige Verjährung 3 Jahre / 30 Jahre für rechtskräftige Titel), <strong>WEG § 18</strong> (Beschluss-Sammlung dauerhaft), <strong>BetrSichV</strong> (Aufzugs-Wartungsdokumente), DSGVO-Personendaten (typisch 10 Jahre nach Vertragsende), Übergabeprotokolle (5 Jahre nach Vertragsende), Versicherungs-Verträge (5 Jahre nach Vertragsende), Energieausweis (10 Jahre nach Ausstellung), Wohnungsgeberbescheinigung (2 Jahre nach Auszug).

Was ist der „17-Tab-Unified-View"?

Das zentrale Archiv aggregiert Dokumente aus 17 Quell-Tabellen in einer einheitlichen Sicht: Mietverträge, Kündigungen, Mahnschreiben, Übergabeprotokolle, ETV-Protokolle, Beschlüsse, Wirtschaftspläne, Jahresabrechnungen, Belege, Energieausweise, Versicherungs-Dokumente, Wartungsverträge, Aufzugs-Prüfprotokolle, Kautionsbescheinigungen, DATEV-Exporte, Wohnungsgeberbescheinigungen, allgemeine Dokumente. Eine Volltext-Suche und filterbare Spalten (Objekt, Datum, Dokument-Typ, Aufbewahrungsfrist) machen jedes Dokument in Sekunden auffindbar.

Wie funktioniert das automatische Aufbewahrungs-Workflow?

Ein monatlicher Cron-Job scannt alle Dokumente, deren Aufbewahrungsfrist innerhalb der nächsten 90 Tage abläuft, und legt einen Lösch-Vorschlag an. Der Admin sieht im Cockpit eine Liste aller Vorschläge — strukturiert nach Retention-Policy. Nach Bestätigung erfolgt ein <strong>kaskadiertes Löschen</strong>: Datenbank-Einträge werden anonymisiert oder entfernt, MinIO-Storage wird bereinigt, der Lösch-Vorgang wird im Audit-Trail dokumentiert. Bei Ablehnung wird die Aufbewahrung um eine konfigurierbare Frist verlängert (typisch 1 Jahr).

Werden Dokumente bei Streitigkeiten oder laufenden Verfahren geschützt?

Ja. Bei einem laufenden Rechtsstreit oder einer steuerlichen Außenprüfung kann ein <strong>Legal Hold</strong> auf einzelne Dokumente oder ganze Dokumenten-Gruppen gesetzt werden — diese Dokumente sind dann von der automatischen Löschung ausgenommen, auch wenn die Aufbewahrungsfrist abläuft. Der Legal Hold wird vom Admin gesetzt mit Verweis auf das Aktenzeichen oder die Außenprüfungs-Verfügung. Nach Erledigung wird der Hold aufgehoben, das Dokument läuft wieder durch den normalen Aufbewahrungs-Workflow.

Was passiert mit personenbezogenen Daten nach DSGVO?

Nach Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO dürfen personenbezogene Daten nicht länger gespeichert werden, als für den Verarbeitungszweck erforderlich. ImmoGenio implementiert das mit der DSGVO-Retention-Policy: Nach Vertragsende und Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen (typisch 10 Jahre nach HGB/AO) werden personenbezogene Daten anonymisiert — Name, Adresse, Geburtsdatum werden durch Pseudonyme ersetzt, statistische Auswertungen bleiben möglich. Vor der Anonymisierung kann der Admin entscheiden, ob die Daten vollständig gelöscht werden — oder anonym erhalten bleiben.

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